
Die Verleihung des Chemie-Nobelpreises an Prof. Dr. Brian Kobilka für die Strukturaufklärung G-Protein-gekoppelter Rezeptoren (GPCRs) unterstreicht die fundamentale Bedeutung dieses Forschungsfeldes für die moderne Medizin. Ein ausführliches Interview in der Pharmazeutischen Zeitung beleuchtet in diesem Zusammenhang die erfolgreiche, interdisziplinäre Kooperation unseres Lehrstuhls mit dem Kobilka-Labor. Prof. Dr. Peter Gmeiner erläutert darin, wie die Erlanger Pharmazeutische Chemie durch das maßgeschneiderte Design und die Synthese eines hochspezifischen, kovalenten Agonisten die molekulare Stabilisierung und anschließende Kristallisation des Rezeptors in seiner aktiven Konformation ermöglichte. Das Gespräch gibt faszinierende Einblicke in die Funktionsweise der zellulären Signaltransduktion und zeigt auf, wie diese strukturbiologischen Durchbrüche den Weg für das passgenaue Design innovativer, funktionell selektiver ZNS-Therapeutika ebnen.